30 Jahre Farfalla - 30 Jahre kräftiges Flügelschlagen 11.04.2016 16:57

30 Jahre Farfalla - 30 Jahre kräftiges Flügelschlagen

Anlässlich des Firmenjubiläums haben wir die Gründer gefragt, warum heißt Farfalla eben Farfalla also Schmetterling?!

Der starke Bezug zu Italien, veranlasste Farfalla vor 30 Jahren der Firma einen italienischen Namen zu geben. Für sie klingt der Name wie Musik in den Ohren. Der Schmetterling als Synonym, der von Blüte zu Blüte eilt, um das Essentielle einzusammeln. Er verkörpert die Leichtigkeit mit der ätherische Öle verbunden werden.

Erst kommt das Ei
Vier Freunde – eine Idee. Im Einklang mit der Natur und mit viel Enthusiasmus. Der erste „Bauchladen“ und die ersten Verkaufserfahrungen werden gemacht.

Dann kommt die Raupe
1985 gründen sie gemeinsam ein Unternehmen und der erste Duftladen wird in Zürich eröffnet. Nachhaltigkeit wird schon damals großgeschrieben. Aber allein davon kann man nicht wirklich leben, der Schmetterling muss fliegen.

Dann die Verpuppung und schlussendlich schlüpft der Schmetterling …
Farfalla bleibt nicht einfach stehen und ruht sich auf seinen Lorbeeren aus. Zahlreiche Kontakte werden geknüpft, weitere Filialen eröffnet und das Unternehmen in ein Großhandelsunternehmen übergeführt. Mehrere Pflanzenprojekte werden in Angriff genommen, um Land und Leute zu unterstützen und den Biogedanken leben zu können, der für Farfalla die logische Konsequenz ist. Nicht nur in der Schweiz ist Farfalla tätig, auch viele ausländische Kunden schätzen die Naturprodukte. Ständige Weiterentwicklung und auch Rückblicke scheut Farfalla nicht, Produkte werden um- und neu gestaltet.

Schmetterlinge und Farfalla sind Meister der Sinne
Wir danken Euch für die, mit so viel Liebe und Engagement gemachten Kreationen. Dass Ihr Eure Werte, wie Bioanspruch, Kompetenz, menschlicher und respektvoller Umgang mit Euren Partnern so hochhaltet und keinerlei Kompromisse in dieser Hinsicht eingeht. Flieg Schmetterling flieg!

Das alles war, und ist noch nicht genug und deshalb durften wir gemeinsam mit Euch - anlässlich Eures 30-Jahre-Jubiläums - einen wunderschönen und gut organisierten Kongress genießen. Traumhafte Lokation – mitten im botanischen Garten von Zürich und Sonnenschein. Das Beste daran waren aber die Vortragenden. Bunt gemischt von der Aromapflege über die Aromatherapie, über den Sport bis hin zur Psychiatrie, Biologie und Wissenschaft. Sehr breit gefächert und für jeden etwas dabei.

Der Beitragsreigen wurde von Evelyn Deutsch-Grasl mit „Aromapflege am Puls der Zeit“ eröffnet. Sie berichtete uns vom unaufhaltsamen Einsatz der ätherischen Öle im professionellen Pflegealltag. Anhand einer großen Anzahl beachtenswerter Studien und Erfahrungsberichte zeigte sie uns den mittlerweile hohen Stellenwert der Aromapflege in der Praxis auf. Anhand der Forschungsergebnisse zeigte sie auf, dass der Einsatz der ätherischen Öle im Tätigkeitsbereich der Pflegepersonen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen untermauert werden kann.

Daniela Ryf, Triathletin, erklärte uns sehr offen und humorvoll anhand ihres Beitrages „Aromatherapie im Spitzensport“ wie sie durch den gezielten Einsatz von ausgewählten ätherischen Ölen ein intaktes Immunsystem und mentale Fitness, Stresssituationen, intensives Training besser bewältigen bzw. optimieren kann. Ihr eigenes Fazit: „Gesund ohne Medikamente durch ein gestärktes Immunsystem!“

Anschließend erzählte uns Prof. Dr. rer. nat. habil. Jürgen Reichling, Universität Heidelberg, in seinem Beitrag „Ätherische Öle als Phyto-Antiinfektiva“ sehr lebendig, wie Bakterien miteinander kommunizieren können. Anhand dieser Kenntnisse ist eine zielgerichtete und sichere Anwendung ätherischer Öle möglich.

Als nächste Vortragende berichtete Priv.-Doz. Mag. Pharm. Dr. rer. nat. phil. Sabine Krist von der Universität Wien „Wissenswertes und Neues aus der Welt der pflanzlichen Fette und Öle“. Von der Herstellung über die Vor- und Nachteile von kaltgepressten bzw. extrahierten/raffinierten Pflanzenölen bis hin zur Anwendung wurde ein sehr umfangreicher Wissensschatz weitergegeben. Großes Interesse zeigten die Zuhörer bei der Erläuterung über eine neue Methode zur Identifizierung fetter Öle und einer Aufdeckungsmöglichkeit von eventuellen Verfälschungen.

In einem anschließenden kurzen Film machte uns Jean-Claude Richard, einer der vier Inhaber von Farfalla, mit dem neuesten und sehr eindrucksvollen Farfalla Fairtrade Projekt in Madagaskar bekannt.

Den Abschluss des ersten Tages gestaltete Frau Dr. habil. Ingelore Ebberfeld, Kulturanthropologin sowie Sexualwissenschaftlerin, mit ihrem sehr temperamentvollen, feurigen und sehr anschaulichen Vortrag über die „Botenstoffe der Liebe“, wie wir mit unseren Körperdüften manipulieren könn(t)en und welche Rolle unser Geruchssinn dabei spielt. Sollten wir den Geruch des anderen „mögen“, dann ist „Sylvester im Kopf!“

Eliane Zimmermann eröffnete den Reigen am zweiten Vortragstag. Sie vermittelte uns in „Hydrolate – Die vergessene Dimension der Aromatherapie & Aromapflege“ die bisher wenig genutzten Möglichkeiten dieser „Nebenprodukte“ der Destillation. Sie vermittelte uns anhand der bisher bekannten Inhaltsstoffe, welch wundervolle Chance wir mit dem Einsatz der Hydrolate haben.

Dr. med. Roland Kunz, Chefarzt Geriatrie und Palliative Care, zeigte uns in seinem Vortrag „Palliativmedizin“ auf einfühlsame und gänsehautmäßige Art die Inhalte von Palliative Care auf. Wie notwendig es ist, den Menschen zu einer bestmöglichen Lebensqualität zu verhelfen. Ebenso berichtete er uns über die Wichtigkeit eines würdevollen Sterbens.

Das Thema „Aromapflege und Sterbebegleitung“ erörterte Barbara Bernath-Frei, Aromatologin und Buchautorin. Durch die Palliativpflege können im letzten Lebensabschnitt Erleichterungen und zusätzliches Wohlbefinden ermöglicht werden. Sie zeigte auf, dass die Pflege mit ätherischen Ölen körperliche Beschwerden, Ängste und Unruhe zu lindern vermag.

Maja dal Cero, Umweltwissenschaftlerin Universität Zürich, vermittelte uns beeindruckende „Botanische Einblicke – Ätherische Öle als Kommunikationsmittel der Pflanzen“. Wie die Pflanze auch auf lange Distanz mit ihrem Bestäuber kommuniziert oder sich vor Fraß und Krankheit schützen kann.

Regula Rudolf von Rohr, Pflegefachfrau und Aromatherapeutin, zeigte die verschiedenen Möglichkeiten für die „Aromatherapie in der Psychiatrie“ auf, wie der eigenverantwortliche Handlungsraum des einzelnen Menschen erweitert und gestärkt werden kann.

„Düfte verbinden Menschen“ unter diesem Motto zeigte uns Jean-Claude Richard in einem kurzen Video die Werte von Farfalla auf und wie engagiert und hoch angesiedelt ihre Einstellung gegenüber Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern ist.

Den Abschluss dieser beiden feierlichen Tage bildete Florianne Koechlin, Biologin und Chemikern. In ihrer besonders quirligen, anschaulichen Art demonstrierte sie unter dem Titel „Feigen flüstern, Weiden wispern“ wie Pflanzen aus Erfahrung lernen und sich an Gewesenes erinnern. Ebenfalls zeigte sie uns die Wichtigkeit eines intakten Bodens auf. Hier befindet sich ein umfangreiches Netzsystem aus Wurzeln und Pilzen, über das Nährstoffe und Informationen ausgetauscht werden.

Wir gratulieren Euch zu Euren stolzen 30 Jahren und möge Eure Herzensangelegenheit, die langelebte Firmenphilosophie, genauso unsterblich sein wie die Immortelle.

Nachzulesen in: Deutsch-Grasl, E., Reischer, W. (2015): 30 Jahre Farfalla - 30 Jahre kräftiges Flügelschlagen. In: Hand in Hand mit der Natur. Das Magazin für Aromapflege und Aromatherapie, 4. Ausgabe, S. 18-19.
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Bildverzeichnis: © aboard - Fotolia.com, Farfalla

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