Johanniskraut, Wusstet Ihr dass .... 08.04.2016 08:34

Johanniskraut, Wusstet Ihr dass ....

Wusstet Ihr dass, sich ... diesen Monat alles um das Johanniskrautöl (Hypericum perforatum) dreht?!. Im Volksmund wird es auch Rotöl, Arnika der Nerven oder auch Tüpfelkraut genannt. Von Juni bis August blüht dieses herausragende Kraut auf Waldlichtungen aber auch Straßengräben. Hält Ihr die sonnengelben Blüten- oder auch die grünen Laubblätter gegen das Licht seht Ihr lauter kleine braunrote Pünktchen. Hier hat sich das wertvolle Hypericin eingelagert. Zerreibt ihr die gelben Blütchen, dann werdet Ihr rote Finger bekommen.

Das Johanniskrautöl wird durch Mazeration gewonnen. Das heißt, die Blüten werden in einem fetten Öl (z. B. Olivenöl – aufgrund seines hohen Ölsäuregehaltes sehr stabil) eingelegt. Der schon erwähnte Inhaltsstoff Hypericin färbt das Olivenöl rotbraun, daher auch sein Volksname „Rotöl“. Gesammelt werden die kleinen Blütenköpfchen vom 21. Juni – der Sommersonnenwende bis zum 24. Juni (Johannistag).

Hier noch die Anleitung für ein selbstgemachtes Johanniskrautöl:
Die gesammelten Blütenköpfchen, werden von event. Tierchen und sonstigen Verunreinigungen gereinigt und locker in ein Weithalsglas gefüllt, mit Olivenöl bedeckt und mit einem atmungsfähigen Tuch bedeckt. Bitte das Glas nicht in die pralle Sonne stellen, da das Öl sonst „zu warm wird“. Das herrliche fette Öl entsteht auch im Halbschatten. Täglich schwenken, für ca. 2 - 3 Wochen, anschließend durch ein Tuch abseihen, in dunkle Flaschen abfüllen und an einem kühlen Raum lagern (nicht im Kühlschrank!). Das fertige Johanniskrautöl hält sich ca. 1 - 1 ½ Jahre.
Bitte beachtet, dass eine Anwendung von Johanniskrautöl die Lichtempflindlichkeit der Haut erhöht und es zu einer photosensibilisierenden Wirkung kommen kann. Dies bedeutet, dass die Haut auf UV-Licht empfindlicher reagiert, deshalb 6 - 8 Stunden nach Einnahme oder Anwendung direkte Sonnenbestrahlung meiden.

Der 2. sehr wichtige Inhaltsstoff des Johanniskrautöles ist das Hyperforin.
Dr. Christoph M. Schempp, von der Hautklinik Freiburg, untersuchte die antibakterielle Wirkung von Johanniskrautöl. Er konnte feststellen, dass hochgereinigtes Hyperforin das Wachstum der grampositiven Bakterie Corynebacterium diphtheriae sowie aller getesteten Staphylococcus-Arten, ab einer Konzentration von 1 µg/ml, hemmt (vgl. Schempp, C. M., et al., Br. J. Dermatol. 142 (2000) 979 – 984).

www.aromapflege.com/Johanniskrautoel-75-ml-BIO-kbA

Bildverzeichnis: © Waltraud Reischer

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