Kardamom, Wusstet Ihr dass ... 08.04.2016 09:07

Kardamom, Wusstet Ihr dass ...

Im November beginnt die Zeit der Weihnachtsbäckerei. Es duftet herrlich nach allerlei Gewürzen. Eines darf dabei ganz sicherlich nicht fehlen, und zwar der Kardamom. Er zählt nicht „nur“ zu den ältesten, nein er gehört mit zu den kostbarsten und teuersten Gewürzen, auch in der heutigen Zeit. Angeblich reiht er sich nach Safran und Vanille, gleich an Platz drei an. Ja und wie riecht denn jetzt der Kardamom? Warm, würzig, aber er hat auch eine frische Note. Die Samen werden kurz vor der endgültigen Reife, in der Zeit von Oktober bis Dezember, geerntet. Zum ersten Mal destilliert wurde das ätherische Öl des Kardamom angeblich im 16. Jahrhundert durch Valerius Cordus (deutscher Botaniker, Arzt, Pharmakologe und Naturforscher). Das ätherische Öl wird aus den noch unreifen Früchten (Samen) des Kardamom durch Wasserdampfdestillation gewonnen.
Der grüne Kardamom (Elettaria cardamomum (L.) Maton) gehört zur Pflanzenfamilie der Ingwergewächse – Zingiberaceae. Sein größtes Anbaugebiet liegt heute in Guatemala, aber auch in Indien und Sri Lanka ist er zu Hause. Eine Pflanze mit einer langen und vielseitigen Tradition. Bereits 3000 Jahre vor Christus, im ehemaligen Mesopotamien, dem Zweistromland, zwischen Euphrat und Tigris gelegen, wurde er gerne eingesetzt. Aber auch als ätherisches Öl wird er sehr geschätzt. Das ätherische Samenöl beinhaltet zwei Hauptinhaltsstoffe. Das sind zum einen die Gruppe der Oxide v. a. das 1,8-Cineol (bis zu 50 %) und zum anderen die Gruppe der Ester (bis zu 45 % v. a. Terpenylacetat), womit sich von der Wirkung die ruhevolle Wachheit erklärt. Seine harmonische Duftnote wird nicht nur gerne in leckeren Weihnachtsbäckereien verwendet, sondern auch in vielen Wohlfühlmischungen (Duftlampe, Körperöl usw.), da es ein sehr gut verträgliches ätherisches Öl ist.

Die Samen sind von Natur aus in grünlichen Kapseln eingebettet. Schon in der Antike wurden Kardamomkapseln bei schlechtem Atem oder Zahnfleischproblemen zerkaut. Bevorzugt sollten immer die Kardamomkapseln gekauft werden, da das wohlriechende ätherische Öl der innenliegenden Samen sehr flüchtig ist. Es entweicht, sobald die Kapseln geöffnet werden. Aber weil wir ganz zu Beginn des Monats von leckerer Weihnachtsbäckerei gesprochen haben, hier ein Rezept für einen einfachen aber schmackhaften Weihnachtskuchen.
Zutaten: 1 Becher Sauerrahm, 1 Becher Mehl, ½ - 1 Becher Zucker (je nach gewünschter Süße), ½ Becher Kakaopulver, ½ Becher Kokosfett VCO, 1 Pkg. Backpulver, 1 Esslöffel selbstgemachter Vanillezucker, 3 mittelgroße Eier, 2 Tropfen Kardamomöl bio, 3 - 5 Tropfen Orangenöl süß bio, 1 Messerspitze Nelkenknospenpulver, ½ - 1 Teelöffel Zimtrindenpulver
Zubereitung: Eier trennen und Eiweiß schlagen. Die ätherischen Öle mit dem Sauerrahm vermengen. Die restlichen Zutaten in eine Schüssel geben, den Sauerrahm mit den ätherischen Ölen beigeben und gut verrühren. Abschließend das geschlagene, feste Eiweiß vorsichtig unterrühren. Den fertigen Teig in eine mit Butter ausgefettete und mit Brösel bestreute Gugelhupfform füllen und im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad Celsius ca. 50 Minuten (je nach Backrohr kann dies ein wenig variieren) backen. Einfach lecker!

Sinnlich, lecker, Schönheit, Dufttraum, und Gesundheit, das alles ist im Kardamom vereint. Wir lieben ihn in der Aromaküche, als Teil einer ätherischen Duftmischung, als Teil einer Räuchermischung oder in der Aromakosmetik – und das ganz ohne Nebenwirkungen. Sein Duft so rein, so klar und doch verführerisch und exotisch.

Räucher/Duftmischung selbst gemacht:
1 Teil Benzoe siam
1 Teil Olibanum
1 Teil Kardamom

Literaturhinweis:

Werner, M. / von Braunschweig, R. (2014): Praxis Aromatherapie – Grundlagen-Steckbriefe-Indikationen. 4. Auflage. Stuttgart: Karl F. Haug Verlag
Lončar S. et. al (2014): Eine Prise Gesundheit – Die verborgenen Heilkräfte der Gewürze. 2. Auflage. Slowenien: Jasno in glasno
Küster H. (2003): Kleine Kulturgeschichte der Gewürze. 2. Auflage. München: Verlag C.H. Beck oHG

www.aromapflege.com/Kardamom-BIO-kbA-5-ml

Bildverzeichnis: © Waltraud Reischer

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