Ringelblume, Wusstet Ihr dass ... 08.04.2016 08:05

Ringelblume, Wusstet Ihr dass ...

Die Ringelblume – Calendula officinalis, hat ihren Namen von der ihr typischen geringelten Samenform. In der Zeit von Juni bis Oktober erfreut uns die Ringelblume, im Volksmund „Marigold“ genannt, mit ihren weithin leuchtenden gelb-orangen Blüten. Die einjährige Pflanze öffnet ihre Blütenköpfchen mit den ersten Sonnenstrahlen und schließt sie mit der untergehenden Sonne. Schon Hildegard von Bingen (1098 – 1179) empfahl die Ringelblume gegen allerlei Wehwehchen. Ringelblumenöl eignet sich hervorragend zur Pflege empfindlicher und trockener Haut - für die Babypflege zusätzlich 1:1 mit Mandelöl gemischt.

Oft werden wir gefragt, ja wie mache ich denn ein Potpourri?!. Das haben wir aufgegriffen und Euch „das Geheimnis“ niedergeschrieben: Bitte bedenkt beim Sammeln der Blüten, dass die Bienen nicht zu kurz kommen. Vielleicht ist es Euch ja möglich, nur die Blütenblätter zu sammeln, sodass der Blütenkorb für die Bienen und wegen der Samen stehen bleibt, ansonsten bitte warten bis die Bienen genügend genascht haben, danke!

Anleitung: Für die Beduftung und Dekoration von Räumen werden schon seit Urzeiten Potpourris verwendet. Verschiedenste getrocknete Pflanzenmaterialien werden dafür verarbeitet. Folgend findet Ihr eine kurze Auswahl unserer beliebtesten Zutaten: Blüten von Rose, Lavendel, Ringelblume; Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei, Melisse, die äußerste Schale der Zitrusfrüchte, Gewürze wie z.B.: Zimt, Nelke, Sternanis, Muskat, Kardamom; weiters verwendet man auch sehr gerne noch Iriswurzel Pulver oder auch pulverisiertes Benzoeharz und Weihrauchharz.

Die Hauptbestandteile in einem Potpourri stellen immer die Blüten und Kräuter dar, ein geringer Anteil besteht aus Gewürzen und Fixativen wie Iriswurzel Pulver oder auch pulverisiertes Benzoeharz.
Nachdem Ihr die Bestandteile Eurer Wahl ausgesucht habt, wird alles gut miteinander in einer Schüssel vermischt und anschließend in ein verschließbares Glasgefäß gefüllt und über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen alles einmal täglich vorsichtig geschüttelt. Nach dieser Reifephase könnt Ihr es entweder in einer hübschen dekorativen Schüssel sichtbar präsentieren und zwischendurch den Duft mit ätherischen Ölen auffrischen. Weiters könnt Ihr die duftende Kreation in Säckchen oder Kissen füllen und damit in Eurem Kleiderschrank die Wäsche beduften.
PS: Duftsäckchen bzw. Duftkissen sind natürlich auch immer wieder sehr beliebte Geschenke.

Habt Ihr schon einmal eine Ringelblumensalbe für Privatzwecke selber hergestellt?
Für die Herstellung benötigt ihr 20 g frisch geerntete ganze Blütenköpfchen, 50 ml natives bio Olivenöl extra oder bio Sonnenblumenöl, 10 g Bienenwachs, verschließbare Glasdose(n), einen Topf, Becherglas, Glasrührstab und ein Sieb.
Herstellung Ringelblumensalbe:
Man gibt 20 g frisch geerntete Ringelblume in einen ganz sauberes, mit Alkohol desinfiziertes Becherglas (Laborglas), dann wird dies mit 50 ml nativem bio Olivenöl extra oder bio Sonnenblumenöl übergossen und auf ca. 40 Grad im Wasserbad erhitzt (Kochtopf mit Wasser und hier gibt man das Becherglas rein). Dies lässt man für ca. 3 - 4 Stunden auf kleiner Flamme am Herd stehen, so dass die Temperatur nicht über 50 Grad ansteigt und stetig mit einem Glasrührstab umrühren, wenn das Pflanzenmaterial welk aussieht, wird es durch ein feines Sieb abgeseiht (gut abtropfen lassen), anschließend kann aus dem Ringelblumenölmazerat (Warmmazerat) eine Ringelblumensalbe hergestellt werden. Dazu wird 10 g Bienenwachs mit dem Warmmazerat im Becherglas vermischt. Anschließend im Wasserbad bis auf 60 Grad erhitzt, denn dies ist der Schmelzpunkt vom Wachs, wenn alles geschmolzen ist vom Herd nehmen und in eine oder mehrere (gereinigte und desinfizierte) Glasdosen abfüllen. Vor dem Schließen abkühlen lassen. Die nun fertige Ringelblumensalbe ist bei hygienischer Handhabung und kühler Lagerung ca. 1 Jahr haltbar.

Bildverzeichnis: © Waltraud Reischer

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