Leinöl 12.04.2016 06:34

Leinöl

Die Ernährungswissenschaftlerin Melanie Köhler von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena konnte in ihrer Studie „Leinöl mit gesundheitsfördernden Wirkungen“ feststellen, dass dieses fette Pflanzenöl eine reichliche Palette an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthält, allen voran die wichtigen Omega-3-Fettsäuren. Für ihre Arbeit wurde ihr im März auf dem 50. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn der Alpro-Foundation-Award 2013 verliehen.

Die Studie ist auch angetreten, um einen alternativen pflanzlichen Omega-3-Lieferanten zu finden. Die Weltmeere sind bereits jetzt leergefischt und aufgrund der steigenden Weltbevölkerung wird das Nahrungsmittel Fisch schnell knapp werden. Fisch aus Aquakultur stellen zumindest derzeit keine Alternative dar. Zum einen aufgrund verschiedenster ökologischer Gesichtspunkte, zum Anderen aber auch, weil Fische aus Wildfang deutlich mehr Omega-3-Fettsäuren enthalten.

Bei Omega-3-Fettsäuren handelt es sich um essentielle, das heißt, lebenswichtige Fettsäuren, die relativ selten oder nur in sehr geringen Mengen in Lebensmittel vorkommen. Der höchste Gehalt kommt in Leinöl vor. Weiters auch in Hanf- oder Sojaöl. Kaltwasserfische speichern diese Linolensäure in ihrem Fett.

Leinöl hat sehr viele positive Wirkungen auf unseren Körper und auf unsere Psyche. Sehr viele Zivilisationskrankheiten können mit Einnahme von Leinsamen und Leinöl auf einfache Art und Weise gemindert bzw. verhindert werden. Mit diesen Themen hat sich die Pionierin Frau Dr. Johanna Budwig in den 60-er Jahren schon beschäftigt. Ihre Thesen über die positive Wirkung der Öl-Eiweiß-Kost wurden nach vielen Jahren wissenschaftlich bestätigt. Es gibt zahlreiche Fachbücher von Frau Dr. Johanna Budwig. Erwähnenswert ist auch noch das Buch von Hans-Ulrich Grimm „Leinöl macht glücklich“.

Ein altbewährtes Rezept möchten wir Ihnen auch noch auf den Weg mitgeben:
Geben Sie eine halbe Packung Magertopfen in eine Schüssel, fügen Sie 2 - 3 Esslöffel kaltgepresstes Leinöl hinzu und einen Schuss Milch. Nun verrühren Sie diese Topfenmischung, bis es eine cremige Konsistenz hat. Sie können eventuell noch geschroteten Leinsamen dazugeben – je nach Geschmack. Dazu servieren Sie frisch aufgeschnittene Apfelspalten, welche Sie dann in die Leinöl-Topfenmischung eintauchen und genießen. Diese können Sie vor dem Servieren mit Zitrone oder Limette beträufeln.

Noch eine wichtige Information: Da Leinöl die Fließeigenschaft des Blutes fördert, sollte man es vier Wochen vor einer bevorstehenden Operation empfehlenswerterweise absetzen.

Mehr Infos zur Studie von Melanie Köhler finden Sie auf der Homepage der Friedrich-Schiller-Universität: www.uni-jena.de/Mitteilungen/PM130319_Alpropreis_Koehler.html?highlight=melanie%2A+k%C3%B6hler%2A

Literaturverzeichnis:
Pohl, S. (2007): Das Ölbuch - Pflanzenöle kompakt erklärt. 3. Auflage. Selbstverlag
von Braunschweig, R. (2007): Pflanzenöle, Qualität, Anwendung und Wirkung. 1. Auflage. Wiggensbach: Stadelmann Verlag
Grimm, H., Ubbenhorst, B., Röttgers, J. E. (2012): Leinöl macht glücklich - Das blaue Ernährungswunder. 1. Auflage. München: Knaur Verlag

Bildverzeichnis: © photocrew - Fotolia.com, © Marina Lohrbach - Fotolia.com

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