Frühlingserwachen 12.04.2016 11:21

Frühlingserwachen

Gibt es etwas Schöneres, als wenn der Frühling sein buntes Kleid hervorbringt? Auch unser Körper und unsere Seele atmen auf.
Mit welchen Tipps und Tricks können wir den natürlichen Lauf der Dinge unterstützen? Wie umgehen oder verringern wir die alljährliche Frühjahrsträgheit? Was bringt uns nachhaltig in Schwung? Mit einer Frühjahrskur können wir unsere Organe, wie z. B. unsere Haut, die Leber und den Darm unterstützen (vgl. Bühring, 2012, S. 23).

»Es ist zwar jedes Jahr dieselbe Sache, doch es ist immer wie zum ersten Mal.« (Kästner, 2005, S. 26)

Dieses Zitat sagt doch schon eine ganze Menge aus! Genauso geht es uns immer wieder aufs Neue. Die Stimmung hebt sich, die Luft wird immer wärmer, die Natur erwacht mit neuer Kraft. Wenn uns morgens die Vögel wecken und „frühlingsfrische“ Luft durch unser Fenster hereindrängt, dann wissen wir es ganz genau, die energiegeladene Zeit, wo alles sprießt und gedeiht, hat begonnen. Wir atmen auf. Einfach herrlich. Der letzte Schnee ist geschmolzen und frische Triebe und Knospen blitzen tagtäglich aufs Neue hervor. Die Liste von Frühjahrspflanzen wie z. B. Schneeglöckchen, Forsythien, Palmkätzchen und Primeln, die uns sagen: „Los, los, auf zu neuen Taten“, ist schier unendlich. Und was macht unser Kopf? Meiner fängt dann wieder an einen Gedanken hervorzubringen: „Es wird Zeit für eine „Reinigungskur“.

Wichtig ist es, unserem Körper etwas Gutes zu tun und ihn gesund und vital zu erhalten. Unter diesem Motto sehen wir uns die Vorteile einer Frühjahrskur an, damit wir uns wie neugeboren fühlen.

Entschlacken, Entgiften und Reinigen, sozusagen der „Hausputz unseres Körpers“, stehen im Frühjahr auf unserer Liste ganz oben. Um den Körper von den sogenannten „Schlacken“ (Erklärung siehe Infobox) zu befreien, gibt es eine Menge Pflanzen die diesen Reinigungsprozess unterstützen können.

Folgende Heilpflanzen sind, neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr, dafür bestens geeignet
Niere: u. a. Birke, Brennnessel, Löwenzahn Leber: u. a. Schafgarbe, Löwenzahn
Darm: Leinsamen, Bärlauch
Haut: Holunder, Linde

Was sind Schlacken?
Durch verschiedenste Gründe (wie z. B. mangelnde Bewegung und auch wenig trinken) können sich Stoffwechselprodukte wie Säuren und Gifte in unserem Körper (Blut) ablagern. Diese werden dann Schlacke genannt. Durch diese können sich u. a. vermehrte Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Verdauungsstörungen, Müdigkeit, sowie ein schlechtes Hautbild bemerkbar machen (vgl. Bühring, 2012, S. 22).
In Form einer Teekur, aber auch mit Frischpflanzensäften (siehe auch Seite 20) und mit Wildkräutergerichten (beispielsweise als Pesto, Kräuteraufstriche oder auch Smoothies und Salat), können wir diese „Entschlackung“ unterstützen.

Rezept für ein g‘schmackiges Bärlauchpesto
Pesto im Allgemeinen und Bärlauchpesto ganz speziell, ist eine unserer Lieblingsspeisen im Frühjahr. Hier unser Rezept und

Zubereitungsvorschlag:
Unser Pesto ist nach der Zubereitung im Kühlschrank in einem Schraubglas für ca. 5 Wochen haltbar.

Zutaten: 100 g Pinienkerne, 3 Handvoll junge Bärlauchblätter (ca. 80 g), 150 ml Olivenöl, Salz, Pfeffer

Zubereitung: Die Pinienkerne werden, ohne Zugabe von Fett, in einer Pfanne goldgelb angeröstet (Mhh, wie das duftet!), um so ihr Aroma freizusetzen. Die gerösteten Kerne werden anschließend in einem Mixer grob zerkleinert. Anschließend wäscht Ihr Eure frisch gepflückten oder auch frisch gekauften Bärlauchblätter, tupft sie ein wenig trocken und gebt diese zu Euren zerkleinerten Pinienkernen. Nach und nach das Olivenöl hinzufügen, bis Euer Pesto eine cremige Konsistenz hat. Abschließend noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist Euer schmackhaftes und nahrhaftes Frühlingspesto.

Wichtig: Bitte sammelt nur Bärlauch, wenn Ihr Euch zu 100 % sicher seit!
 

Buchtipp:
Heilpflanzen Kuren – Körper und Seele pflegen und gesund erhalten, ArtikelNr. B49, € 25,60

Die bekannte Heilpflanzenexpertin Ursel Bühring zeigt hier in einem einzigartigen Konzept, wie Ihr mit Heilkräutern Eure Gesundheit erhalten könnt. Monat für Monat stellt sie Kuren vor, die Leber und Nieren, Magen und Darm, Herz und Psyche, Haut und Harnwegen guttun und sie gesund erhalten. Verschiedene Möglichkeiten für jedes Organ, ob Tee aus gekauften oder selbst gesammelten Kräutern, ob Tinktur oder Fertigpräparat, bieten alltagstaugliche Anwendungen für alle. Extra: Kurenkalender für das ganze Jahr.


Literaturverzeichnis:
unveröffentlichte Seminarunterlagen Ursel Bühring
Bühring, U. (2012): Kuren für Körper und Seele – Organe pflegen mit Heilpflanzen. 1. Auflage. Stuttgart: Eugen Ulmer Verlag

Nachzulesen in: Deutsch-Grasl, E., Reischer, W. (2016): Kalte Enfleurage für die zartesten aromatischen Blüten. In: Hand in Hand mit der Natur. Das Magazin für Aromapflege und Aromatherapie, 6. Ausgabe, S. 14-15.
issuu.com/evivre/docs/aromapflegemagazin_2016-6_issuu/1

Bildverzeichnis: © pixabay, Doris Heinrichs

2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Erst beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.