Rezept für hausgemachte Mayonnaise

So gelingt Dir die selbstgemachte Mayonnaise mit Sonnenblumenöl

Welcher cremige, blassgelbe und mild schmeckende Dip fehlt in fast keinem Kühlschrank? Die Rede ist natürlich von der Mayonnaise. Statt im Supermarkt zur Tube oder zum Glas zu greifen, lässt sich dieser vielseitig einsetzbare Dip aber auch in der eigenen Küche zaubern. Selbstgemachte Mayonnaise schmeckt nicht nur besser, sondern ist auch frei von Geschmacksverstärkern und Konservierungsmitteln. Wer es einmal ausprobiert hat, stellt schnell fest: Für gute Mayonnaise braucht es nicht viel – nur ein paar frische Zutaten und ein wenig Fingerspitzengefühl.

Zutaten

  • 1 frisches Eigelb
  • 200 ml Sonnenblumenöl (oder ein anderes dezenter schmeckendes Öl)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • ¼ TL Salz und eine Prise Pfeffer

Tipp: Beim Herstellen von Mayonnaise verbinden sich Wasser und Öl über einen Emulgator (das im Eigelb enthaltene Lecithin) zu einer cremig-zarten Masse – sofern sie behutsam und unter kräftigem, konstantem Rühren aufeinandertreffen. Alle Zutaten sollten bei der Verarbeitung Raumtemperatur haben.

Zubereitung: Das Eigelb entweder in einer Rührschüssel mit dem Handmixer oder in einem Mixgerät gut rühren, dann das Öl unter ständigem Rühren tropfenweise einlaufen lassen. Beginnt die Mayonnaise dick zu werden, kann das restliche Öl in einem ganz dünnen Strahl dazu gerührt werden. Zum Schluss werden noch die übrigen Zutaten (Zitronensaft, Senf, Salz und Pfeffer) untergerührt und die Mayonnaise abgeschmeckt.

Anmerkung: Sollte die Mayonnaise während des Rührens doch einmal gerinnen, hilft es, wenn Du die geronnene Ei-Öl Mischung in ein weiteres Eigelb langsam, tropfenweise einmixst.

Das Grundrezept lässt sich übrigens – je nach Geschmack – variieren mit verschiedenen Kräutern, Knoblauch oder auch Currypulver. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wer sich Sorgen um den Fettgehalt der Mayonnaise macht, bzw. diese ganz meidet, ist mit Distelöl als Alternative zum Sonnenblumenöl gut beraten. Distelöl gilt als das Diätöl schlechthin und ist durch seinen hohen Anteil an essentiellen Fettsäuren (Linolsäure) – nämlich 75 % - äußerst förderlich für die Gesundheit. Außerdem hat es einen sehr dezenten Eigengeschmack und mundet daher auch „heiklen“ Essern.

Wie lange ist selbstgemachte Mayonnaise haltbar?

Wie alle Gerichte, die mit rohen Eiern hergestellt werden, ist auch die selbstgemachte Mayonnaise nur bedingt lange haltbar. Zur Vorsicht solltest Du Deine Mayonnaise fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von 1-2 Tagen verbrauchen.

Generell gilt es beim Kochen mit Rohwaren die geltenden Hygienestandards einzuhalten. Rohe Eier solltest Du prinzipiell frisch kaufen und gleich verarbeiten.

Zu welchen Speisen passt die hausgemachte Mayonnaise?

Die Selbstgemachte Mayonnaise macht sich gut zu Ostereiern, im Kartoffelsalat, schmeckt köstlich zu Süßkartoffelpommes oder natürlich zu den klassischen Pommes frites. Sie kann genauso zu gegrilltem Gemüse, gebackenen Champignons oder kaltem Braten und Fisch gereicht werden. Als Aufstrich für Sandwiches bildet sie die ideale Basis und auch zum Garnieren ist die hausgemachte Mayonnaise das ideale Tüpfelchen auf vielen Gerichten.

Bildverzeichnis: © Aromapflege GmbH / Dieter Kühl - DK-Fotografie