So wirst Du Schlacken los - hilfreiche Tipps gegen die altbekannte Frühjahrsmüdigkeit

Gibt es etwas Schöneres, als wenn der Frühling sein buntes Kleid hervorbringt? Auch unser Körper und unsere Seele atmen auf. Mit welchen Tipps und Tricks können wir den natürlichen Lauf der Dinge unterstützen? Wie umgehen oder verringern wir die alljährliche Frühjahrsträgheit? Was bringt uns nachhaltig in Schwung? Mit einer Frühjahrskur können wir unsere Organe, wie z. B. unsere Haut, die Leber und den Darm unterstützen (vgl. Bühring, 2012, S. 23). Wie Du das anstellst und welche Heilpflanzne Deinem Körper mehr Energie im Frühjahr liefern, erfährst Du hier. Am Ende erwartet Dich unser liebster Rezepttipp für ein selbstgemachtes Bärlauchpesto.

Es ist zwar jedes Jahr dieselbe Sache.
Doch es ist immer wie zum ersten Mal.

(Erich Kästner)

Dieses Zitat sagt doch schon eine ganze Menge aus! Genauso geht es uns immer wieder aufs Neue. Die Stimmung hebt sich, die Luft wird immer wärmer, die Natur erwacht mit neuer Kraft. Wenn uns morgens die Vögel wecken und „frühlingsfrische“ Luft durch unser Fenster hereindrängt, dann wissen wir es ganz genau: die energiegeladene Zeit, wo alles sprießt und gedeiht, hat begonnen. Wir atmen auf. Einfach herrlich. Der letzte Schnee ist geschmolzen und frische Triebe und Knospen blitzen tagtäglich aufs Neue hervor. Die Liste von Frühjahrspflanzen wie z.B. Schneeglöckchen, Forsythien, Palmkätzchen und Primeln, die uns sagen: „Los, los, auf zu neuen Taten“, ist schier unendlich. Und was macht unser Körper? Der fängt erst langsam an, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Und das kann ganz schön müde machen....

Reinigende Kur gegen Frühjahrsmüdigkeit

Wichtig ist es jetzt, unserem Körper etwas Gutes zu tun und ihn gesund und vital zu erhalten. Unter diesem Motto sehen wir uns die Vorteile einer Frühjahrskur an, damit wir uns wie neugeboren fühlen. Entschlacken, Entgiften und Reinigen, sozusagen der „Hausputz unseres Körpers“, stehen im Frühjahr auf unserer Liste ganz oben. Um den Körper von den sogenannten „Schlacken“ zu befreien, gibt es eine Menge Pflanzen die diesen Reinigungsprozess unterstützen können. Was Schlacken genau sind und wie sie zustande kommen, erklären wir Dir gleich. Vorher schauen wir uns noch Heilpflanzen an, die sich besonders gut für eine reinigende Frühjahrskur eignen:

Niere: u. a. Birke, Brennnessel, Löwenzahn Leber: u. a. Schafgarbe, Löwenzahn
Darm: Leinsamen, Bärlauch
Haut: Holunder, Linde

Wenn Du mehr erfahren möchtest welche Heilpflanzen bei einer reinigenden Kur unterstützen, schau Dir diesen Artikel dazu an: Diese heimischen Heilpflanzen helfen beim Entgiften

Was sind Schlacken?

Durch verschiedenste Gründe (wie z.B. mangelnde Bewegung und auch wenig trinken) können sich Stoffwechselprodukte wie Säuren und Gifte in unserem Körper (Blut) ablagern. Diese werden dann Schlacke genannt. Durch diese können sich u.a. vermehrte Kopfschmerzen, Konzentrationsmangel, Verdauungsstörungen, Müdigkeit, sowie ein schlechtes Hautbild bemerkbar machen (vgl. Bühring, 2012, S. 22).
In Form einer Teekur, aber auch mit Frischpflanzensäften und mit Wildkräutergerichten (beispielsweise als Pesto, Kräuteraufstriche oder auch Smoothies und Salat), können wir diese „Entschlackung“ unterstützen. Pesto im Allgemeinen und Bärlauchpesto ganz speziell, ist eine unserer Lieblingsspeisen im Frühjahr. Hier unsere Rezeptidee:

Rezept für g‘schmackiges Bärlauchpesto

Zutaten:
100 g Pinienkerne
3 Handvoll junge Bärlauchblätter (ca. 80 g)
150 ml Olivenöl, Salz, Pfeffer

Die Pinienkerne werden, ohne Zugabe von Fett, in einer Pfanne goldgelb angeröstet (Mhh, wie das duftet!), um so ihr Aroma freizusetzen. Die gerösteten Kerne werden anschließend in einem Mixer grob zerkleinert. Anschließend die frisch gepflückten oder auch frisch gekauften Bärlauchblätter waschen, ein wenig abtrocken und diese zu den zerkleinerten Pinienkernen hinzugeben. Nach und nach das Olivenöl hinzufügen, bis das Pesto eine cremige Konsistenz hat. Abschließend noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist Dein schmackhaftes und nahrhaftes Frühlingspesto. Das Pesto ist nach der Zubereitung im Kühlschrank in einem Schraubglas für ca. 5 Wochen haltbar.

Wichtig: Bitte sammle nur Bärlauch, wenn Du Dir zu 100 % sicher bist!

   
           
 


Literaturverzeichnis:
unveröffentlichte Seminarunterlagen Ursel Bühring
Bühring, U. (2012): Kuren für Körper und Seele – Organe pflegen mit Heilpflanzen. 1. Auflage. Stuttgart: Eugen Ulmer Verlag

Bildverzeichnis: © pixabay, Doris Heinrichs