Ätherische Öle Qualität: Diese Kriterien müssen hochwertige Öle erfüllen

Qualität ätherische Öle

Du möchtest die positiven Effekte ätherischer Öle für Dich und Deine Familie nutzen? Dann solltest Du beim Kauf auf hochwertige, 100% naturreine ätherische Öle achten.

Ätherische Öle werden immer beliebter. Dieser Trend freut mich sehr, denn ätherische Öle können nachweislich Deine Gesundheit positiv unterstützen. Leider gibt es auf dem Markt immer wieder Produkte in schlechter Qualität.

Nur weil auf dem Fläschchen „Ätherisches Öl xy“ draufsteht, hast Du keine Garantie, dass Du hier einen „natürlichen Duft aus der Natur“ in der Hand hältst.

Manche Düfte sind tatsächlich auch künstlich hergestellt oder von schlechter Qualität. Diese bestehen aus, im Labor konstruierten, Molekülen, die der menschliche Körper nicht richtig verarbeiten kann. Diese „künstlichen Duftstoffe“ können unter Umständen für Deine Gesundheit bedenklich sein.

Ein 100% natürliches ätherisches Öl sollte chemisch nicht verändert werden und von einer definierten Pflanzenart stammen.

Aber wie kannst Du hochwertige ätherische Öle von Produkten mit minderer Qualität unterscheiden?

Als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie geprüfte Aromatologin habe ich selbst mit ätherischen Ölen während meiner Arbeit im Rehabilitationsbereich, also auch im Intensivpflegebereich gearbeitet. Dabei war besonders auch die Qualität für einen positiven Gesundheitseffekt ausschlaggebend.

In diesem Beitrag zeige ich Dir, anhand welcher Qualitätskriterien Du „echte“ ätherische Öle beim nächsten Einkauf erkennst.

Die Qualitätskriterien findest Du auf dem Etikett

Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass seriöse, transparente und zuverlässige Anbieter von ätherischen Ölen, ausführliche Angaben auf dem Etikett sowie im Produktkatalog präsentieren. Die transparente Volldeklaration gibt Dir Auskunft über Qualität, Anbau und Reinheit des ätherischen Öls.

Achte beim Kauf ätherischer Öle also auf eine vollständige Deklaration (Information). Die 13 notwendigen Infos habe ich für Dich aufgelistet:

  1. Deutscher und lateinisch-botanischer Name: Das dient dazu, um Information über die Herkunftspflanze zu bekommen und Verwechslungen mit ähnlichen Pflanzenarten zu vermeiden. „Lavandula angustifolia“ ist eine andere Lavendelart wie etwa „Lavandula latifolia“, und somit ist auch die Wirkung des jeweiligen ätherischen Öles eine andere. Noch ein weiteres Beispiel: Der „deutsche“ Name eines Öls ist „Spanischer Wald-Majoran“ der botanische Name ist jedoch „Thymus mastichina“. Du hast hier also eine eigene Thymianart und keinen Majoran – diese Unterscheidung ist bei der Anwendung jedoch wichtig. [1]
  2. Angabe des Pflanzenteils: Welcher Teil der Pflanze wurde zur Herstellung verwendet (z.B. Blütenrispe, Wurzeln, Schale, Samen, Blätter etc.)? Dank dieser Info kannst Du, als Kenner*in, die Eigenschaft des Öls besser erkennen. [1]
  3. Herkunftsland: Wo wurde die Pflanze angebaut? Manchmal wächst ein und dieselbe Pflanzenart (z.B. Rosmarin, Thymian) in verschiedenen Klimazonen. Das kann die chemische Zusammensetzung der Inhaltsstoffe beeinflussen. Die Unterscheidung erkennst Du dann an dem „Chemotyp“.
  4. Art des Pflanzenanbaues: Hochwertige Öle erfüllen diese Anbau-Kriterien: Anbau ohne Pestizide (kontrolliert biologischer Anbau KbA, Demeter), gesicherte Art der Pflanze, Ernte zur optimalen Reifezeit, bestätigter Chemotyp (sofern vorhanden) [1] oder kontrollierte Wildsammlung [2].
  5. Gewinnungsverfahren: z.B. mittels Destillation, Kaltpressung, durch Extraktion, etc
  6. Angabe des Lösungsmittels bei Extraktionen: Zum Beispiel Hexan, Aceton, Alkohol, etc.)
  7. Verdünnungsverhältnis bei teuren oder zähflüssigen ätherischen Ölen: Die Angabe der Verdünnung erfolgt in Prozent und meist direkt beim Produktname. Zum Beispiel: „Rosenöl 10%“ bedeutet, dass 10% Rosenöl mit 90% Jojobaöl oder Alkohol verdünnt wurde. Neben der Angabe des Verdünnungsverhältnis, steht auf dem Etikett auch womit das ätherische Öle verdünnt wurde.
  8. Mengenangabe in Millilitern (ml)
  9. Ablaufdatum
  10. Chargennummer/ Lot Nr.: Mit dieser Nummer wird die Ernte der Pflanzen bzw. die Abfüllung des ätherischen Öls angegeben
  11. Zweckbestimmung (Bsp. Kosmetikum, Lebensmittel, …)
  12. Firmenname: Ist wichtig für die Produkthaftung
  13. Anwendungs- und Gebrauchshinweise: Zum Beispiel „Vor Kindern sicher aufbewahren“ oder spezielle Anwendungshinweise

Wo findest Du die Volldeklaration auf dem Etikett

Mindestens 13 Qualitätskriterien bestimmen die Volldeklaration eines hochwertigen ätherischen Öles. Nun fragst Du Dich vielleicht, wo findest Du alle diese Informationen auf dem Etikett? So viele Informationen haben auf einem „normalen“ Etikett gar nicht Platz.

Die meisten Ätherischen-Öl-Anbieter verwenden daher Rolletiketten. Dabei handelt es sich konkret um einen Etikett-Streifen, der nach dem Abfüllen um das Fläschchen gewickelt wird. Du kannst diesen Streifen über eine vorhandene Lasche wieder abziehen und alle Informationen nachlesen.

Qualitätskriterien des „Fläschchens“

Auch das Fläschchen, in dem das ätherische Öl abgefüllt wird, soll bestimmte Qualitätskriterien erfüllen:

  • Achte darauf, dass ein Tropfeinsatz vorhanden ist.
  • Der Verschluss muss kindersicher sein. Zwar handelt es sich bei einem hochwertigen ätherischen Öl um einen „Pflanzenstoff“, dennoch sind es stark konzentrierte Substanzen. Wenn Kinder (aber auch z.B. demenzkranke Menschen) damit hantieren (z.B. schlucken), kann das schwere gesundheitliche Folgen haben!
  • Das ätherische Öl sollte lichtgeschützt sein. Darum füllen gewissenhafte Hersteller ihre hochwertigen ätherischen Öle in Braun-, Blau- oder Violettglas-Fläschchen ab. Von Flaschen die aus durchsichtigem Glas oder Kunststoffsind, solltest Du die Finger lassen. [2]

So erkennst Du ein hochwertiges ätherisches Öl auf einen Blick

Manchmal kannst Du auf den ersten Blick erkennen, ob es sich um ein „echtes“ ätherisches Öl oder um einen künstlichen Duftstoff handelt. Nämlich dann, wenn alle „ätherischen Öle“ eines Anbieters gleich viel kosten. Da für jedes ätherische Öl unterschiedliche Mengen an Pflanzenmaterial benötigt werden, kann auch der Preis nie gleich sein. Stell Dir vor: Für 1 kg Rosenöl braucht man 5.000 kg Rosenblütenblätter. Hingegen für 1 kg Lavendelöl „nur“ ca. 170 kg Pflanzenmaterial. Somit können „echte“ ätherische Öle keinen Einheitspreis haben.

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Herzlichst,
Evelyn Deutsch

Ja, ich möchte jetzt hochwertige ätherische Öle online kaufen

[1] von Braunschweig, R., Werner, M. (2020): Praxis Aromatherapie. Haug Verlag. (S. 48, S. 84)

[2] Deutsch-Grasl, E., Buchmayr, B., Fink, M. (2018): Aromapflege Handbuch. Aromapflege Verlag (S. 29-30)



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