So erkennst Du „echte“ Naturkosmetik! – 3 Tipps

So erkennst Du „echte“ Naturkosmetik! – 3 Tipps

Überlegst Du, auf Naturkosmetik umzusteigen? Oder verwendest Du Naturkosmetik bereits und fragst Dich, ob es sich auch wirklich um „echte“ Naturkosmetik handelt?

Der Begriff „Naturkosmetik“ ist nicht geschützt und nicht eindeutig definiert. Das bedeutet, jeder kann seinem Produkt ein „grünes Image“ verpassen, indem er es „Naturkosmetik“ nennt.

Damit Du zukünftig weißt, ob es sich bei einem Produkt um echte Naturkosmetik handelt, verrate ich Dir in diesem Beitrag:

  • Was Naturkosmetik eigentlich bedeutet
  • Woran Du „echte“ Naturkosmetik erkennst.

Was bedeutet "Naturkosmetik"?

Um „echte“ von „falscher“ Naturkosmetik unterscheiden zu können, solltest Du erst mal wissen, was der Begriff „Naturkosmetik“ überhaupt bedeutet.

Kosmetik besteht vereinfacht gesagt aus zwei Grundsubstanzen: Wasser und Öle bzw. Fette. Naturkosmetik achtet darauf, wie diese Bestandteile hergestellt werden.

Während herkömmliche Kosmetik überwiegend synthetische Inhaltsstoffe beinhaltet, wird Naturkosmetik mit Rohstoffen aus der Natur hergestellt. Ihre wichtigsten Inhaltsstoffe sind pflanzlichen Ursprungs. Dadurch unterstützt Naturkosmetik die natürliche Hautflora und hilft ihr dabei, ihr natürliches Gleichgewicht zu erhalten.

Ein kleiner Hinweis: Kosmetikhersteller unterliegen der EU-Kosmetikverordnung. Die EU gibt jedoch keine verbindliche Definition von Naturkosmetik vor. Darum solltest Du beachten, dass nicht überall wo Naturkosmetik draufsteht auch wirklich nur „Natur“ drin ist.

Übrigens ist Naturkosmetik auch nicht gleich Bio. Naturkosmetik enthält zwar Rohstoffe aus der Natur, diese müssen allerdings nicht unbedingt Bio-Qualität aufweisen.

Wie erkennst Du nun, ob ein Produkt tatsächlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wurde oder aus synthetischen? Worauf achten seriöse Hersteller in Bezug auf die Inhaltsstoffe? Und was beachten diese Hersteller sonst noch?

Anhand dieser 3 Tipps erkennst Du "echte" Naturkosmetik

Drei Tipps helfen Dir zu erkennen, ob es sich bei einem Produkt um "echte" Naturkosmetik handelt:

Tipp #1: Lass Dich von grüner Verpackung nicht täuschen – Achte auf das Zertifikat

In einem ersten Schritt solltest Du hinterfragen, ob ein Produkt überhaupt als Naturkosmetik zertifiziert ist. Wie bereits erwähnt, ist der Begriff „Naturkosmetik“ nicht geschützt. Theoretisch kann jeder sein Süppchen - bzw. Cremchen - kochen und es als "Naturkosmetik" anpreisen. Zudem gibt es auf europäischer Ebene keine einheitlichen Richtlinien für Naturkosmetik.

Aus diesem Grund gibt es Zertifikate, bzw. "Labels" (auf dem Etikett abgebildetes Symbol). Daran erkennst Du,  nach welchen Kriterien das Naturkosmetikprodukt hergestellt wurde.

Viele Hersteller haben den Trend zur Naturkosmetik erkannt und verpacken ihre Produkte in einem "grünen Look" - ein Baum auf der neutral gehaltenen Verpackung ist allerdings noch kein sicheres Indiz dafür, dass auch natürliche Rohstoffe enthalten sind.

Eines dieser international anerkannten Labels hingegen schon :

Neben diesen gibt es auch andere Labels. Ab und zu lassen Hersteller ihre Produkte auch gar nicht zertifizieren, obwohl sie den Anforderungen für Naturkosmetik eigentlich entsprechen würden. Als Konsument*in sollte man daher auf der Suche nach „echter“ Naturkosmetik noch weitere Punkte beachten.

Tipp #2: Kontrolliere die Informationen auf der Packung

Wer gute Naturkosmetik produziert, hat normalerweise keine Geheimnisse. Daher beantwortet die Volldeklaration auf transparenten Produkten folgende 3 Fragen:

  • 1. Welche Inhaltsstoffe sind enthalten?

Für die Herstellung von Naturkosmetik werden natürliche Rohstoffe, wie etwa ätherische Öle verwendet. Diese werden zum Beispiel aus Blüten von Pflanzen (Rosenblüten), Schalen von Früchten (Zitrusfrüchten) etc. gewonnen.

Synthetische Duft- und Farbstoffe, künstliche Konservierungsstoffe oder gar Silikone, Paraffine und Vaseline (Mineralölprodukte) haben in „echter“ Naturkosmetik nichts verloren.

  • 2. Aus welchem Anbau stammen die Rohstoffe?

Die meisten Naturkosmetika haben einen hohen Rohstoffanteil aus biologischem Anbau: Je nach Label wird ein bestimmter Anteil vorausgesetzt. Manche Produkte werden auch aus rein biologisch angebauten Rohstoffen hergestellt.

Hand in Hand mit biologischem Anbau geht die Bewahrung der Artenvielfalt. Je weniger "giftige" Dünge- und Pflanzenschutzmittel verwendet werden, desto artenreicher bleibt die Pflanzen- und Tierwelt.

Zudem wird durch den Anbau und die Verwendung vieler unterschiedlicher (und zum Teil schon in Vergessenheit geratener) Pflanzen, wird die Artenvielfalt von Pflanzen, Bäumen und Co gesichert.

  • 3. Wie wird das Produkt hergestellt?

Seriöse Naturkosmetik-Hersteller achten auch auf eine nachhaltige Produktion. Dazu gehört zum Beispiel, dass aus einem Pflanzenbestandteil mehrere Produkte hergestellt werden. Hydrolate (Pflanzenwässer) werden beispielsweise als wertvolles Nebenprodukt bei der Herstellung von ätherischen Ölen gewonnen.

Viele umweltbewusste Hersteller verwenden zudem Strom aus erneuerbaren Energiequellen, also aus Wasserkraft, Wind, Sonne und Biomasse. Wer seine Produkte über Online-Shops verkauft, deklariert meist auch auf der Webseite, falls Lieferungen CO2 neutral zugestellt werden.

Rein Chemische Gewinnungs- oder Verarbeitungsschritte hingegen weisen darauf hin, dass es sich bei einem Produkt im „Naturkosmetik-Look“ um unseriöse Naturkosmetik handelt.

Tierversuche gehören für viele Kosmetikhersteller zum Entwicklungsprozess neuer Produkte dazu. Naturkosmetik wird aus Pflanzen hergestellt, deren Inhalts- und Wirkstoffe schon lange bekannt sind. Auch wenn ein neues Produkt kreiert wird, werden keine Tierversuche unternommen.

Tipp #3: Gute Naturkosmetik ist eine Wirkstoffkosmetik

"Gute" Naturkosmetik ist eine Wirkstoffkosmetik. Seriöse Firmen verwenden daher pflanzliche Rohstoffe, mit ihrem gesamten Wirkstoffspektrum.

Die Haut reguliert sich selbst. Ist sie beispielsweise sehr trocken, produziert sie mehr Talg. Umwelteinflüsse wie Sonneneinstrahlung, Schadstoffe oder auch Stress können dazu führen, dass sie aus dem Gleichgewicht gerät. Naturkosmetik unterstützt die Haut dabei, ihre Balance wiederzufinden. Was die Haut für die Selbstregulation benötigt, erhält sie von den Wirkstoffen der Pflanze.

Fazit: „Echte“ Naturkosmetik erkennt man nicht auf den ersten Blick

Jedes Produkt kann mit „Naturkosmetik“ betitelt werden, da der Begriff nicht geschützt bzw. klar reguliert ist.

Wenn Du wissen möchtest, ob es sich bei einem Produkt um „echte“ Naturkosmetik handelt, musst Du genauer hinsehen:

Ein erster Hinweis ist das Label. Das Label gibt Auskunft darüber, nach welchen Richtlinien das Produkt hergestellt wurde.

Auch die Informationen auf der Packung geben Hinweise darauf, ob ein Produkt „echte“ Naturkosmetik ist oder nicht. Dabei solltest Du darauf achten:

  • ob die Rohstoffe rein aus der Natur stammen
  • ob sie zum größtenTeil aus biologischem Anbau stammen
  • ob die Produkte nachhaltig hergestellt werden

Naturkosmetik von seriösen Anbietern ist zudem eine Wirkstoffkosmetik. Die Haut wird von natürlichen Wirkstoffen der Pflanze unterstützt.

Herzlichst,
Stefanie Fuchs,
Naturkosmetikerin bei Aromapflege Evelyn Deutsch

PS: Möchtest Du gleich mit garantiert zertifizierter und nachhaltig hergestellter Naturkosmetik loslegen?

Ja, ich möchte gleich mit zertifizierter Naturkosmetik aus dem Aromapflege-Shop loslegen