Warum wir alle eine Kur mit Schwarzkümmelöl machen sollten

Wer einen Hund als Haustier hat, der kennt das Problem. Sobald es nach dem Winter draußen warm wird, sind sie da, die ersten Zecken im Fell unserer Lieblinge. Das Absuchen und Entfernen der Parasiten ist mühsam und aufwändig. Zwar gibt es ein ganzes Arsenal an chemischen Präparaten gegen diese Plagegeister, aber viele, gerade naturheilkundlich orientierte Menschen, fühlen sich unwohl bei dem Gedanken ihr Tier damit zu behandeln. Schwarzkümmelöl kann da Abhilfe schaffen!

„Junger Forscher“ wird fündig!
Einem 18-jährigen Gymnasiast aus Regensburg, der an dem Bayrischen Landeswettbewerb „Jugend forscht“ teilnahm, fiel beim Spazierengehen mit seinem Labrador auf, dass dieser nicht mehr von Zecken gebissen wurde. Seit einiger Zeit hatte das Tier, zur Linderung seiner allergischen Symptome, Schwarzkümmelöl ins Futter gemischt bekommen. Hatte das den Zecken den Appetit verdorben? Der junge Mann experimentierte daraufhin gezielt mit dem Schwarzkümmelöl und nahm mit seinen Untersuchungen am „Jugend forscht-Wettbewerb“ teil.
Ergebnis: Die Blutsauger zeigten eine deutliche Abneigung gegen das mit dem Öl vermischten Blut oder Schweiß. Die logische Schlussfolgerung des Schülers war: Oral eingenommenes Schwarzkümmelöl verursacht einen Körpergeruch, der von Menschen zwar nicht wahrnehmbar ist, aber der Zecken abstößt!

In seinem nächsten Forschungsschritt will der Gymnasiast untersuchen, ob Schwarzkümmelöl auch andere Blutsauger, wie z.B. Mücken abhält. Dann wäre sogar an einen Einsatz in Malariagebieten zu denken!¹

Die wunderbaren Heilkräfte des Schwarzkümmels. „Schwarzkümmel kann alles heilen, außer den Tod.“ Dieser Ausspruch soll von dem Gründer des Islam, Mohammed, stammen. Schwarzkümmel ist eine seit 3.000 Jahren bekannte Heil- und Gewürzpflanze, die ihre Heimat im Nahen Osten und Westasien hat. Auch in der Bibel wird sie schon erwähnt.

Schwarzkümmel (Nigella sativa) gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse und ist nicht mit unserem einheimischen Kümmel (Carum carvi) oder dem Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) verwandt. Dagegen ist die bei uns bekannte Gartenblume „Jungfer im Grünen“ (Nigella damascena) eine enge Verwandte.

Die typischen schwarzen Samen des Schwarzkümmels, mit dem pfeffrig-scharfen Geschmack werden, seit jeher als Gewürz für Speisen, insbesondere für Brot verwendet. Sie enthalten ein fettes Öl mit einem hohen Anteil ätherischer Öle, dem dieses u. a. seine gesundheitsfördernden Wirkungen verdankt.
Zahlreiche Studien belegen, dass Schwarzkümmelöl zur Vorbeugung und Linderung zahlreicher chronischer Krankheiten eingesetzt werden kann.

Schwarzkümmelöl: Schatzkammer der Gesundheit

Schwarzkümmelöl enthält ca. 60 % Linolsäure, eine essentielle, 2-fach ungesättigte Fettsäure. Der Gehalt an Gamma-Linolensäure ist mit unter 1 % eher gering².

Das Besondere ist aber, der für ein fettes Öl ungewöhnlich hohe Anteil an ätherischem Öl (bis zu 2 %), das die Wirkstoffe Nigellon und Thymochinon enthält. Diese sind für die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Schwarzkümmels verantwortlich³.

So stärkt die regelmäßige Einnahme von Schwarzkümmelöl nachweislich das Immunsystem, indem es die Aktivität der natürlichen „Killerzellen“ steigert. Diese sind in der Lage z. B. Viren und Tumorzellen einzudämmen. Ein starkes Immunsystem ist die Voraussetzung für die Bekämpfung vieler Krankheiten 4.

Wie Schwarzkümmelöl bei Allergien hilft

In Kombination mit Nachtkerzenöl ist es dagegen in der Lage überschießende Immunreaktionen, wie sie bei Allergien und Heuschnupfen der Fall sind auszugleichen und die Allergiesymptome zu mindern. Experten raten, Schwarzkümmelöl drei bis sechs Monate vor Beginn der Pollenflugzeit einzunehmen5 . Jeweils 2 g (1 Teelöffel) Öl pro Tag, die ersten 4 Wochen, dann auf die Hälfte reduzieren. Bedingt durch den relativ hohen Gehalt an ätherischen Ölen (bis zu 2 %) im Schwarzkümmelöl, empfiehlt sich eine maximale Einnahme von 4 - 6 Wochen am Stück, danach 1 - 2 Wochen zu pausieren und anschließend den Intervall bei Bedarf zu wiederholen. Bei einer Hautallergie (Dermatitis) hat sich zusätzlich die äußerliche Anwendung mit Schwarzkümmelöl bewährt, da es Juckreiz und Entzündungen lindert und so unterstützend zu einem rascheren Abklingen beitragen kann.

Linderung bei Asthma durch Schwarzkümmelöl

Wieder war ein Tierhalter der Entdecker einer besonderen Wirkung des Schwarzkümmelöls. Der Immunologe Dr. Peter Schleicher kurierte in den 90er Jahren das Reitpferd seiner Tochter mit Schwarzkümmelöl von seinem Asthma. Seine darauf folgenden Forschungen bestätigten die herausragende Wirkung von Schwarzkümmelöl bei der Verbesserung der Asthmasymptomatik auch beim Menschen6.

Wohltuend für Magen und Darm

Schwarzkümmelöl bringt die Verdauung in Balance. Es macht schwer Verdauliches bekömmlicher und verhindert Blähungen. Auch bei Darmproblemen kann es unterstützend helfen7.

Empfehlenswerte Nahrungsergänzung
Die gesundheitlichen Vorteile des Schwarzkümmelöls können als Kur über einen Zeitraum von 4 - 6 Wochen mit einer Dosierung von 1 x täglich ½ – 1 Teelöffel, zu den Mahlzeiten eingenommen werden.

Der Geschmack von naturbelassenem Schwarzkümmelöl ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Doch nach ein paar Tagen hat man sich meistens daran gewöhnt. Ansonsten kann es schmackhafter in Bananen- oder Apfelmus wie auch als Zugabe auf Salat oder Gemüse verspeist werden. Gesundheitliche Bedenken gibt es keine, es wird von Mensch und Tier, außer von Zecken, meist gut vertragen.

Dipl.-Agr.-Ing. Sabine Pohl

Dipl.-Agr.-Ing. Sabine Pohl

ist Diplom-Agraringenieurin, arbeitete bei einer der ersten biologischen Vollkornbäckereien in Deutschland, bevor sie ihr Weg zu einem der bedeutendsten Naturkosthersteller führte, für den sie viele Jahre den Einkauf geleitet und zahlreiche Produkte eingeführt hat. Weiters hat sie für besonders kostbare Öle ein eigenes, extrem schonendes Pressverfahren entwickelt, das von ausgesuchten Firmen angewendet wird.

Die Ölexpertin ist Autorin des Fachbuches „Das Ölbuch - Pflanzenöle kompakt erklärt”.


Literaturverzeichnis:

1    http://www.jugend-forscht-bayern.de/archiv/www.2014.jugend-forscht-bayern.de/uploads/media/PM_2_Zeckenschutz_final_02.pdf [5.10.2015]
2    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=21560 [7.10.2015]
3    http://www.schwarzkuemmeloel.info/inhaltsstoffe.html [7.10.2105]
4    http://www.schwarzkuemmeloel.info/inhaltsstoffe.html [7.10.2015]
5    http://www.akademie-gesundes-leben.de/newsletter/archiv/02-2015/ [5.10.2015]
6    http://www.schwarzkuemmeloel.info/gegen-asthma.html [7.10.2015]
7    http://www.schwarzkuemmeloel.info/gegen-blaehungen.html [7.10.2015]

Bildverzeichnis:
© „Nigella sativa Rasen Hotel Sousse 2009“ von Denis Barthel - Selbst fotografiert. Lizenziert unter GNU Free Documentation License über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nigella_sativa_Rasen_Hotel_Sousse_2009.jpg#mediaviewer